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Die
Jesus-Strategie
Die Macht der Ohnmächtigen
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Jay
Haley
Die Jesus-Strategie
Die Macht des Ohnmächtigen
144 Seiten
Carl-Auer-Systeme Verlag
ISBN 3-89670-294-7
Euro 17,50
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Zweifellos ist das Buch KEIN Wirtschaftsbuch.
Es enthält auch keine wirtschaftsnahen Themen.
Es sollte auch keinesfalls jemand lesen, der nicht
paradoxe Interventionen liebt.
Warum um alles in der Welt sollte es dann gelesen
werden? Was ist das Interessante daran?
Nun – Jay Haley verändert in allen
darin beschriebenen Themen – Machtstrategien,
Ehe, Psychoanalyse, Therapie etc. – die
Beobachter-Perspektive: Aus Opfern werden Täter
und unglückliche Situationen werden hergestellt
bzw. das Buch liefert die Anleitung dazu, solche
Situationen erfolgreich herzustellen.
Völlig neue Fragen rücken damit in den
Mittelpunkt, Fragen, auf die bislang selten eine
Antwort gesucht wurde; etwa „Wie schafft
man sich eine unglückliche Ehe?“ oder
„Wie kann ein scheinbar Ohnmächtiger
in seiner Ohnmächtigkeit unendliche Macht
erreichen?“. Wer bislang als unglücklicher
Leidtragender gesehen wurde, erscheint plötzlich
im Licht des Kalkulierenden – auf der Suche
nach Sinn. Jay Haley schafft durch seine brillanten
Arbeiten, die jeweils heimlich den Titel „Die
Kunst zu...“ tragen, eine zielgerichtete
Intervention, um seine Leser zum Nachdenken über
die wahrhaft kunstvollen Griffe zu bringen, mit
denen sie sich die eigene (miserable? gestresste?
eingeengte? unbefriedigende?) Situation schaffen.
Ein ungewöhnliches, radikales Buch, das äußerst
gefährliche Wirkung haben kann.
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Vom
Sein zum Tun
Die Ursprünge der Biologie des Erkennens
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Humberto
Maturana Romésin und Bernhard Pörksen
Vom Sein zum Tun
224 Seiten
Carl-Auer-Systeme Verlag
ISBN 3-89670-288-2
Euro 19,90
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Autopoiesis?
Allopoiesis? Strukturelle Kopplung? Rekursive
und rekurrente Interaktion? Konsensueller Bereich?
Viele Menschen verwenden heute bereits im Management-Bereich
diese Begriffe – auch wenn sie oft nicht
das darunter verstehen, was der Schöpfer
dieser Begriffe vermitteln will.
Das Konzept der Autopoiesis ist ein zentrales
Konzept im Rahmen der systemisch-konstruktivistischen
Arbeit. Nur – es erscheint häufig sehr
kompliziert und schwierig auf die Lebens- und
Berufspraxis übertragbar.
In diesem Buch schafft es Matthias Pörksen
wieder einmal überzeugend, ein lesbares,
verständliches Buch zu schaffen; im Interview
mit Humberto Maturana, dessen Leben und Werk er
auf äußerst wertschätzende Weise
vor dem geistigen Auge des Lesers wachsen lässt.
Maturanas Arbeit aber ganz besonders auch Humberto
Maturana selbst wird in diesem Buch greifbar,
seine Idee nachvollziehbar und schließlich
eigenes Weiterdenken angeregt. Ein wundervolles
Buch für kalte Wintertage, in denen wir uns
darauf besinnen können, dass wir von unseren
Emotionen und nicht von unserer Ratio geleitet
werden.
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Einführung in die Systemtheorie
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Niklas
Luhmann
Einführung in die Systemtheorie
347 Seiten
Carl-Auer-System Verlag Heidelberg
ISBN 3-89670-292-0
Euro 24,90
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Niklas Luhmann zu
lesen wird oft als anspruchsvoll und noch öfter
als völlig unmöglich bezeichnet. Nun,
dieses Buch ist in dieser Hinsicht wohl eine echte
Ausnahme. Es handelt sich dabei um gut verständliche
und nachvollziehbare Mitschnitte einer Vorlesung
Luhmanns, in der er den Studenten ein eigenes
Arbeiten mit dieser Theorie ermöglichte.
Auf diese Weise ist das Buch eine Fundgrube für
verhältnismäßig einfache Ideen
im Umgang mit schwierigen Fragen und bietet eine
Menge von Konzepten und Theoremen, die es erlauben,
Wahrnehmung, Beschreibung und Denken zu schulen
– sei es mit dem Ziel der Beobachtung der
Wirtschaft, der Politik, der Erziehung und Bildung,
der Organisation oder der Familie.
Das Buch erklärt mit viel Witz und einer
Fülle von Beispielen wichtigsten Grundlagen
der allgemeinen und der soziologischen Systemtheorie
aus der Sicht Niklas Lumanns – und es geht
auf Themen ein wie die Theorie offener Systeme,
die operative Geschlossenheit von Systemen, Selbstorganisation,
strukturelle Kopplung, das Beobachten, auf Komplexität,
die Idee der Rationalität, Zeit und Sinn,
auf die Unterschiede zwischen psychischen und
sozialen Systemen, die Probleme der „Handlungstheorie“
und die Kommunikation als selbstbeobachtende Operation.
Insbesondere wird darin das Denken Luhmanns deutlich
– seine Art, die Welt zu sehen.
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Über die Beziehung zur Welt
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Andrea
Gaugusch
Über die Beziehung zur Welt
80 Seiten
Carl-Auer-Systeme Verlag
ISBN 3-89670-315-3
EUR 16,--
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Dies ist ein spielerisch
geschriebenes, kurzes Buch zur Auseinandersetzung
mit Grundsätzlichem, das jeden von uns betrifft:
Mit unserer Sprache. Andrea Gaugusch stellt darin
dar, dass unsere Sprache uns nicht nur zum „Bezetteln“
von Welt dient, sondern fließend unsere
Wirklichkeit gestaltet. Es geht um die Trennung
zwischen Subjekt und dem bedachten Objekt, die
wir meist voraussetzen, und die dazu führt,
dass wir uns als getrennt von der Welt betrachten.
Gut, es ist ein sehr theoretisches Buch; ein abstraktes
Buch, das neben der Sprache auch das Denken und
das Bewusstsein in seinen bisherigen Definitionen
in Frage stellt und Alternativen zum Nachdenken
bietet. Es gibt darin keine Umsetzungsbeispiele,
keine praktischen Instrumente, keine Anwendungsabläufe.
Aber es gibt am Ende des Buches ein „Hörspiel“
mit dem Titel „OM – Orale Moral“.
Ein Hörspiel, das einlädt innezuhalten
und die Welt – die eigenen Handlungen, die
eigenen Konstruktionen – an sich vorbeiziehen
zu lassen. Ein fast poetisches Hörspiel,
das den inneren Dialog anregt.
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Kritik des Konstruktivismus
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Fritz
Unger
Kritik des Konstruktivismus
184 Seiten
Verlag für Systemische Forschung im
Carl-Auer-Systeme Verlag
ISBN 3-89670-325-0
EUR 19,90
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Dieses Buch ist
zumindest aus einem Blickwinkel interessant: Wir
erfahren darin, wie der Autor ganz offensichtlich
unterschiedliche Autoren verstanden hat, die über
den Konstruktivismus (und über andere Ansätze,
etwa den radikalen Realismus) geschrieben haben
(und es stellt sich u.a. die Frage, was wohl die
verschiedenen Autoren darüber sagen würden,
wie sie zitiert wurden?).
Dabei geht das Buch vielleicht am Punkt vorbei:
Geht es denn darum, welcher Ansatz besser oder
schlechter ist? Ist es möglich, zwei (vollkommen
gegensätzliche) Erkenntnistheorien gleichzeitig
als Grundlage des eigenen Denkens und Handelns
anzuwenden? Kann aus Ansätzen wie dem Konstruktivismus
oder dem Realismus einfach in verschiedenen Bereichen
ein „Nutzen gezogen“ werden –
oder könnte es nicht (auch) darum gehen,
welche Folgen welches Denken haben könnte?
Der Streit um „besser“ oder „durchgängiger“
schien eine Zeit lang weitgehend abgeschlossen
zu sein; dieses Buch jedoch versucht ihn wieder
aufleben zu lassen und führt damit eine Tradition
fort, die wahrscheinlich schon vor vielen Jahren
ad absurdum geführt hätte werden sollen.
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Claus Pias (Hrsg.)
Cybernetics – Kybernetik
The Macy-Conferences 1946-1953
734 Seiten
diaphanes Verlag
ISBN 3-935300-35-2
EUR 39,80
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Zwischen 1946 und
1951 wurden unter dem Titel „Cybernetics.
Circular Causal and Feedback Mechanisms in Biological
and Social Systems“ insgesamt 10 Konferenzen
unter der Schirmherrschaft der Josiah Macy jr.
Foundation veranstaltet. Diese berühmten
„Macy-Konferenzen“ werden noch heute
als wesentliches wissenschaftshistorisches Ereignis
angesehen – und gleichzeitig als einer der
wichtigsten Promotoren kybernetischen sowie konstruktivistischen
Denkens. TeilnehmerInnen wie Heinz von Foerster,
Gregory Bateson, Margaret Mead, Warren McCulloch,
Ross Ashby, Stafford Beer und Kurt Lewin –
um nur einige der Namen zu nennen – diskutierten
hier eine aus damaliger wie auch aus heutiger
Sicht höchst brisante neue Erkenntnistheorie.
Die Beiträge zu dieser Konferenz, die lange
Zeit vergriffen waren, sowie die Diskussionen,
die sich als Folge der verschiedenen Beiträge
ergaben, wurden nun von Claus Pias in eindrucksvoller,
ungekürzter Fassung zusammengestellt.
Ein englisches Standardwerk für Interessierte
an Hintergrundwissen und eine wunderbare Gelegenheit,
sich (vielleicht erstmals) mit einem ganz neuen
Denken auseinander zu setzen.
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Cybernetics
& Human Knowing No 10: Heinz von Foerster |
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Soren Brier (Hrsg.) Cybernetics
& Human Knowing No 10 Heinz
von Foerster (1911 – 2002)
205 Seiten
zu beziehen unter www.imprint-academic.com/C&HK
USD 63,-- |
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Eigentlich
ist das Buch ja eine Zeitschrift – aber sie erscheint
in den Sonderheften als Buch. Und dieses englische Sonderheft
ist durchgängig Heinz von Foerster (1911 –
2002) gewidmet.
In der Tat ist es ein sehr schönes Kompendium über
Heinz von Foersters Person und seine Arbeit geworden –
und verrät in, aber auch zwischen den Zeilen immer
wieder Lesenswertes über die Grundlagen konstruktivistischen
Denkens und Heinz von Foersters Haltung.
Da geht es um Themen wie Ethik, soziale Intelligenz, Ethik,
die Teil der Welt-Haltung, Eigenformen und viele andere
Themen, die u.a. von Autoren wie Bernhard Pörksen,
Pille Bunnell, Bernard Scott, Louis H. Kauffman, Monika
Broecker, und natürlich auch von Heinz von Foerster
selbst geschrieben wurden.
Ein bemerkenswerter Band, der seinesgleichen sucht und
die Auseinandersetzung mit Heinz von Foerster aus verschiedenen
Perspektiven und verschiedenen Wissensgebieten vornimmt.
Ganz so, wie es Heinz vermutlich geschätzt hätte.
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Das Auge des Betrachters
Beiträge zum Konstruktivismus |
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Peter
Krieg und Paul Watzlawick (Hrsg.)
Das Auge des Betrachters
Beiträge zum Konstruktivismus
278 Seiten
Carl-Auer-Systeme Verlag
ISBN 3-89670-238-6
EUR 22,--
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Ein Buch, das Heinz von Foerster ehren sollte –
und das noch einmal viele jener Menschen, die mit
ihm zusammengearbeitet und ihn gekannt haben, an einem
seiner legendären Wiener Salon-Abenden zusammen
holt. Vertreter wie Humberto Maturana, Ernst von Glasersfeld,
Francisco Varela, Niklas Luhmann und Paul Watzlawick,
um nur die bekanntesten zu nennen, beschreiben ihren
Standpunkt zu Heinz von Foerster oder ihre „Erfindungen“,
wie Heinz von Foerster es nennen würde, im virtuellen
Dialog mit diesem.
Das Buch wurde bereits anlässlich von Foersters
80. Geburtstag zusammengestellt, aber erst viel später
erstmals auf Deutsch herausgegeben. In verdaubare
Brocken unterteilt, ermöglicht es, nacheinander
viele verschiedene Perspektiven einzunehmen und sich
– immer unter „konstruktivistischen“
Gesichtspunkten – mit ganz unterschiedlichen
Themen und Wissensgebieten auseinander zu setzen,
für die Heinz von Foerster eine zentrale Rolle
spielt, oder anders ausgedrückt: die spezifisch
unter Foersterschen Gesichtspunkten betrachtet wurden.
Soziologie, Biologie, Literaturwissenschaften, Journalismus,
aber auch Wirtschaft und Unternehmensführung
können (auch) aus dieser Perspektive betrachtet
werden und schaffen auf diese Art und Weise eine ganz
neue Wirklichkeit.
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Die
Selbstorganisation komplexer Systeme
Ergebnisse aus der Werkstatt der Chaostheorie
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Hermann Haken
Die Selbstorganisation komplexer Systeme
Ergebnisse aus der Werkstatt der Chaostheorie
45 Seiten
Picus Verlag
ISBN 3-85452-503-6
EUR 7,90
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Hermann Haken entdeckte
als theoretischer Physiker Gesetzmäßigkeiten
beim Laser, die einen wesentlich größeren
Gültigkeitsbereich als den der Physik haben. Um
diesen Gültigkeitsbereich auszuloten, gründete
er 1969 ein interdisziplinäres Gebiet, das er „Synergetik“
(die Lehre vom Zusammenwirken) mit der grundlegenden
Fragestellung „Gibt es allgemeine Prinzipien unabhängig
von der Natur der Teile?“ nannte. In seinem Buch
beschreibt er – ausgehend von der Frage, wie Ordnungszustände
entstehen können, obwohl doch mit dem Anwachsen
der Entropie auf dieser Welt alle Ordnungszustände
entfallen sollten, seine Untersuchungen von Systemen,
die aus sehr vielen einzelnen Teilen bestehen, die miteinander
wiederum in Wechselwirkung stehen und dann auch makroskopischer
Ebene Strukturen oder Funktionen hervorbringen.
Und seine Antwort besteht darin, dass das Entropiegesetz
ja nur für abgeschlossene Systeme gilt. Offene
Systeme – wie etwa Organisationen – werden
durch einen ständigen Ein- und Ausstrom von Energie
und/ oder Materie aufrechterhalten.
Das Büchlein ist sehr kurz und knapp gehalten und
stellt eine Zusammenfassung von Hakens Vortrag 2003
im Rahmen der Wiener Vorlesungen dar. Es ist in einer
sehr gut verständlichen Sprache geschrieben und
regt auf einer abstrakten Ebene zum Weiterdenken an:
Was bedeutet die Synergetik für Organsationen?
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Die
Reise nach Wladiwostock
Eine systemtheoretische Exkursion
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Eine Theorie ist eine Theorie ist eine Theorie. Und
ein Buch ist ein Buch ist ein Buch. Was aber, wenn der
im Buch beschriebene Inhalt gerade erst wieder die Theorie
beschreibt, festigt, die Theorie erzeugt?
Dies ist ein durch und durch ungewöhnliches Buch.
Es geht darin – und das ist noch nicht sehr aufregend
– um die Verschiebungen und Zerstreuungen der
Systemtheorie der Bielefelder Provenienz im Laufe der
Zeit. Und diese Veränderungen hätte man einfach
nachzeichnen und der wissenschaftlichen Öffentlichkeit
in Form einer wissenschaftlichen Publikation anbieten
können. Aber den Autoren ging es darum, auch ein
primär nicht wissenschaftlich orientiertes Lesepublikum
zu verführen, mit der Theorie Kontakt aufzunehmen.
Wie sollte das besser passieren können, als auf
einer Reise von Hamburg nach Wladiwostok – in
einem Dialog zwischen den Autoren?
In diesem Buch erleben die LeserInnen die Kybernetik
zweiter Ordnung nicht nur im Inhalt, sondern auch im
Prozess des Buches selbst und in dem, was zwischen den
Protagonisten – dem depressiven Herrn Siebenschwan,
dem Professor Gabriel St. Beeltz, einem Espresso-Bar-Angestellten,
der ehemaligen Studentin Frieda, dem Schaffner an Bord
des ICE und dem Lehrbeauftragten Bastian Schwurb passiert.
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Wissen und Wirklichkeit
Beiträge zum Konstruktivismus
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Stefan Meinsen
Konstruktivistisches Management
234 Seiten
Beltz Wissenschaft
Deutscher Studien-Verlag
ISBN 3-407-32044-2
EUR 29,90 |
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Ernst von Glasersfeld hat mit dem von ihm auf den
Weg gebrachten Radikalen Konstruktivismus ein überaus
wichtiges transdisziplinäres wissenschaftliches
Programm zur Erklärung des Begriffs „Wirklichkeit“
auf den Weg gebracht. Ihm zu Ehren erschien nun der
interdisziplinäre Band, der zu zentralen Themen
des konstruktivistischen Programms Stellung nimmt:
Wissenschaft und Rationalität, Kognition und
Sozialität sowie Sprache und Verstehen. Mehrere
Autoren kommen hier zu Wort: Etwa Fritz Simon mit
seinem Artikel über das Ent-Lernen, Hans Rudi
Fischer über Rationalität, Logik und Wirklichkeit
oder Gebhard Rusch über Konstruktivistische Theorien
des Verstehens.
Natürlich ist dieses Buch sehr allgemein gehalten
und dadurch auch auf viele verschiedene Bereiche anwendbar;
aber gerade im Wirtschaftskontext vermag es unser
„business as usual“ hervorragend in Frage
zu stellen und bezüglich unserer Handlungen,
unserer Weltanschauung, unserer Haltung neue Themen
aufzuwerfen.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und uns die Welt
um uns herum neu definieren lässt.
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Angewandter
Konstruktivismus
Ein Handbuch für die Bildungsarbeit in Schule
und Beruf
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Johanna Meixner und Klaus Müller
Angewandter Konstruktivismus
Ein Handbuch für die Bildungsarbeit in
Schule und Beruf
201 Seiten
Shaker Verlag
ISBN 3-8322-3061-0
EUR 29,90 |
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Im Prinzip eine gute Idee:
Die Gedanken des Konstruktivismus werden in Anwendungsformen
umgesetzt, die direkt in Schule und Unternehmen –
etwa in Seminaren und Workshops – verwendet werden
können. Und die Autoren haben unglaublich viel
Material zusammen getragen und in dieses kleine, handliche
Büchlein verpackt, das von Blended Learning über
Reciprocal Teaching bis hin zu Career Counseling und
Krisenmanagement reicht.
Allerdings ist bei manchen Themen fraglich, wie diese
in ein konstruktivistisches Buch gerutscht sein konnten
– etwa wenn es um die Balintgruppenmethode geht,
oder wenn Systemisches Coaching als ein NLP-Instrument
beschrieben wird.
Nun – die Leser werden jene Konzepte auswählen,
die für ihre Haltung und ihre Anforderungen passend
sind und daraus einen Mix erstellen, der ihnen sinnvoll
erscheint. Und das Buch bietet in seinem Umfang und
seiner gleichzeitigen Knappheit jede Menge Möglichkeit,
an die Hinweise und ersten Einführungsübungen
anzuknüpfen und dann mehr Material zum Thema zu
suchen. |
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Erfundene
Umwelt
Das Konstruktivismus-Buch für Öko- und
andere Pädagogen
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| Richard Häusler
Erfundene Umwelt
Das Konstruktivismus-Buch für Öko-
und andere Pädagogen
127 Seiten
oekom verlag
ISBN 3-936581-73-8
EUR 24,90 |
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Eigentlich
ist dies ein Buch für Pädagogen, die das Thema
Konstruktivismus und dessen Zusammenhang mit unserem
Kontext, der Umwelt, Kindern näher bringen wollen.
Aber auch Personalentwickler, Berater und Trainer sowie
Führungskräfte im Allgemeinen und natürlich
Umweltbeauftragte und Umweltberater im Besonderen können
gerade durch die sehr einfach und übersichtlich
dargestellten Erklärungen enorm profitieren: Denn
es wird deutlich gemacht, wie wir uns die Welt erfinden
und welche Auswirkungen dies auf unser Leben hat. Am
Ende des Buches wird in einem allgemeiner gehaltenen
Teil vorgestellt, wie ein zukünftiges Lern- und
Seminargestaltungskonzept aussehen könnte, indem
der Autor konstruktivistische Lern- und Lehrformen vorstellt.
Auch die kommentierte Literaturliste am Ende des Buches
ist eine echte Bereicherung für Interessenten,
die eine kleine Vorauswahl treffen wollen, bevor sie
in den Buchladen gehen.
Ein Buch, in das es sich hinein zu schauen mit Nachdruck
lohnt!
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Kybernetik
und Interdisziplinarität in den Wissenschaften
Georg Klaus zum 90. Geburtstag
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Klaus Fuchs-Kittowsky und Siegfried
Piotrowski Kybernetik und Interdisziplinarität
in den Wissenschaften Georg Klaus
zum 90. Geburtstag
394 Seiten
trafo Verlag Berlin
ISBN 3-89626-435-4
EUR 34,80 |
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Georg
Klaus, Autor des Werkes „Kybernetik in philosophischer
Sicht“ wurde vor 40 Jahren mit seinem Werk zum
Sinnbild gegen den Dogmatismus in der Philosophie und
trug wesentlich zur Überwindung dieses Dogmatismus
bei: Damals ging es vor allem um die Förderung
des interdisziplinären Denkens, das es ermöglichte,
dass Vertreter unterschiedlicher Disziplinen miteinander
kommunizieren können.
Die Festschrift zum 90. Geburtstag von Georg Klaus setzt
sich zum Ziel aufzuzeigen, wie hochaktuell kybernetisches
Denken nach wie vor ist.
Viele Autoren bemühen sich darin um ganz unterschiedliche
Themen, etwa Pädagogik und Information, Kommunikation,
Kybernetik und Gesellschaft – Mathematik und Dialektik
sowie Semiotik und Medien.
Einige der Artikel, die aus Vorträgen im Rahmen
eines gemeinsamen Kolloquiums der Leibniz-Sozietät
und der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik im
November 2002 in Berlin entstanden, sind auch direkt
auf Unternehmen und Führung/ Management anwendbar.
Andere sind insbesondere vor dem Hintergrund der Unterschiede
zwischen der damaligen DDR und der BRD interessant zu
lesen. Insgesamt eine breite Palette, die das Thema
aus meiner Sicht zu Recht „interdisziplinär“
behandelt!
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Kybernetes: Heinz von Foerster
– in memoriam. Part II
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Monika Bröcker (Guest Editor)
Kybernetes:
Heinz von Foerster – in memoriam Part II
258 Seiten
Emerald Insight Verlag
ISBN 1-84544-097-8
Volume 34, Nr. 3/4
Kosten: siehe www.emeraldinsight.com |
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Ein wundervolles Buch von
Autoren, die mit Heinz von Foerster gearbeitet haben
oder sich von ihm inspirieren ließen: Gianfranco
Cecchin, Giorgio Nardone, Ernst von Glasersfeld, Barbara
Anger-Diàz, Bernhard Pörksen und viele andere.
Die Leser dieser von Monika Bröcker so liebevoll
zusammengestellten Ausgabe von Kybernetes werden in
den Feldern der Therapie genauso fündig wie in
den Themen Management/ Organisation und Lernen –
oder auch in Grundlagendiskussionen.
Wer sich auf diese Weise Heinz von Foerster nähert,
erlebt ihn in der Anwendung auf heutige Herausforderungen
– und erfährt, wie Heinz von Foersters Denken
maßgeblich dazu beigetragen hat, konsequente,
funktionierende Antworten in der Praxis zu liefern.
Die meisten Beiträge sind in gut verständlichem
Englisch gehalten, sodass das Lesen richtig Spaß
macht.
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Harald Mahrer (Hrsg.)
Österreich 2050
208 Seiten
Czernin Verlag
ISBN 3-7076-0059-9
EUR 19,80 |
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Kann man sich ein Land erfinden? Natürlich nicht, werden viele Menschen sich beeilen zu antworten. Nun – wenn wir davon ausgehen, dass wir uns unsere Wirklichkeit gestalten, dann können wir auch unsere Zukunft gestalten; und zwar genau so, wie wir sie haben wollen. Nicht nur in unserem Mikrokosmos, etwa in unserer Familie oder am unmittelbaren Arbeitsplatz, sondern auch in der Gesellschaft, an der wir teilhaben und teilnehmen.
Genau dies ist den Autoren rund um Harald Mahrer gelungen: Sie skizzieren einen Staat, wie er in 45 Jahren sein könnte – und holen mit ihren „Erfindungen“ rund um Lebensphasen-Modelle, Arbeitszeitmodelle, Schulsysteme, Wirtschafts- und Sicherheitssysteme die Zukunft in die Gegenwart. Denn was heute denkbar ist, ist auch machbar.
Wir sollten vielleicht nur den Mut haben, zu erfinden; und dann aber auch den Mut haben, unsere Erfindungen zu leben und umzusetzen.
Wie das gelingt? Nun, mit Konsequenz und Zielorientierung. Vielleicht ist ja dieses Buch eine Anregung, auch für das eigene Unternehmen eine Zukunftsbeschreibung herauszugeben (nach dem Motto: Man darf doch träumen…), die schon heute umgesetzt werden kann (nach dem Motto: Warum nicht heute, wenn es doch schon fertig gedacht ist?).
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Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus
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Fritz B. Simon
Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus
120 Seiten
1. Auflage 2006
Carl-Auer-Systeme
ISBN: 3-89670-547-4
EUR 12,95 |
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Diese Neuerscheinung von Fritz Simon stellt nach Aussage des Verfassers selbst ein „Kondensat aus Hard-Core-Theorie“ dar. Die Beschreibung passt: Den Leser erwartet auf 120 Seiten eine kompakte Darstellung zu Systemtheorie und Konstruktivismus. Und der Autor empfiehlt „den Text zweimal zu lesen“ - das passt auch. Ja, und sicher steigert das die Verdaubarkeit der Theorie: Denn Fritz Simon nimmt uns in sechs Kapiteln auf eine Reise durch die eindruckvolle Welt der Systemtheorie und des Konstruktivismus: Beginnend mit Überlegungen, wie wir vom Objekt zum System und vom Regelkreis zur Selbstorganisation kommen, arbeitet er sich weiter von der „objektiven Erkenntnis“ zum „Er-Rechnen einer Realität“. Er geht darauf ein, wie wir uns Informationskreation anstatt der „Übermittlung“ von Information denken können und von der deterministischen Veränderung zum evolutionären Wandel kommen. Und schließlich beschreibt er noch, welchen Stellenwert Kommunikation als Element sozialer Systeme einnimmt.
Theorie knapp und prägnant und zugleich ohne Abstriche darzustellen, das hat etwas. Doch ich möchte den Fokus von dem, was das Buch präsentiert auf das, wie es präsentiert wird lenken: F. B. Simon gelingt es, die 120 Seiten Hard-Core-Theorie lesbar und vergnüglich zu gestalten. Es ist eine Freude, mit dem Buch zu leben; aber auch, wenn es dann zu Ende gelesen ist, es sich noch einmal vorzunehmen und jeden einzelnen Gedanken des Autors nachzuspinnen und zu durchdenken!
Das Buch ist durch und durch rund und vermittelt die Zusammenhänge nachvollziehbar und für mich bestechend überzeugend. Das Schmankerl zum Abschluss: Die zehn Gebote des systemischen Denkens. Jedes „Gebot“ erscheint mir einleuchtend und hilfreich für systemisches Denken in einer linear dominierten Welt. Und der Begriff „Gebot“ selbst erscheint mir als ein phantastisches Wort in einem Buch, das sich mit Konstruktivismus beschäftigt. Fazit: Sehr lesenwert, sehr schön zu lesen, sehr schöner Inhalt!
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Nie
wieder Vernunft
Kleinere Beiträge zur Sozialkunde
Grundlagen systemisch-konstruktivistischen
Denkens |
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Dirk Baecker
Nie wieder Vernunft
634 Seiten
Carl-Auer-Systeme Verlag
ISBN: 978-3-89670-622-5
€ 40,10 |
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„Ganz
begreifen werden wir uns nie.“ So beginnt Dirk Baecker
die Sammlung seiner publizistischen Arbeiten. Er liefert
darin Momentaufnahmen: zu großen Denkern der Kybernetik
2. Ordnung wie Heinz von Foerster, Niklas Luhmann oder
Paul Watzlawick. Zu Themen wie Theater, Furcht,
Regionalisierung, Reform, Kunst und Öffentlichkeit,
Nähe, Europa, die Hauptschule. Zu Management, Ökonomie,
Friedrich Nietzsche und Jürgen Habermas. Und zu sich
selbst. Was das Verbindende daran ist? Das Denken von
Dirk Baecker. Die Subjektivität seiner Sichtweise. Die
Einladung, sich Gedanken zu machen.
Wer in irgendeinen der Beiträge hineinblättert, kann
nicht mehr aufhören. Wer das Lesen in Portionen liebt,
kann sich jeden Tag so etwas wie eine verdaubare
Gutenachtgeschichte mitnehmen. Gut, dass dieses Buch
publiziert wurde. |
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